Bei Asthma ist Aufwärmen vor dem Sport Pflicht
Grundsätzlich können alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit Asthma Sport treiben. Voraussetzung ist aber, einige Dinge zu beachten und etwa eine Aufwärmphase einzuplanen.
Das wichtigste sei der Aufbau der Sportstunde, die sich in eine Aufwärm-, Belastungs- und Abklingphase gliedern sollte, so der Direktor des Asthmazentrums Berchtesgaden, Dr. Josef Lecheler. Der “Kaltstart” zu Beginn einer Sportstunde, der zu einer plötzlichen Belastung der Atemwege und beim Asthmatiker schnell zu einer Obstruktion führt, müsse unbedingt vermieden werden. Die Aufwärmphase sollte mindestens 15 Minuten dauern, so Lecheler. In der Belastungsphase sollte ein Intervalltraining mit Pausen erfolgen, riet Lecheler. Hintergrund für die Empfehlung sind Untersuchungen, wonach Patienten mit einem Anstrengungsasthma nach einer Belastung und der nachfolgenden Erholung auf die gleiche Belastung mit einer geringeren Obstruktion reagieren, als wenn das Erholungsintervall nicht stattfindet. Asthmatiker sollten zudem eine Sportart wählen, die entweder Pausen ermöglicht oder in der sich automatisch unterschiedliche Belastungsphasen ergeben. Wenig geeignet seien Sportarten, die in erster Linie auf Schnelligkeit oder Kraft setzen, sagte Lecheler. Außerdem müßten Umweltfaktoren wie vor allem Temperatur und Luftfeuchtigkeit beachtet werden. Ein günstiger Sport für Asthmatiker sei Schwimmen. Kinder unter zehn Jahren, die wegen ihres Asthmas sehr geschont wurden, fielen häufig durch Koordinationsdefizite auf. Bei ihnen sollte deshalb in erster Linie die Koordination trainiert werden. Für ältere Kinder, Jugendliche sowie für Erwachsene kämen vor allem Ausdauersportarten in Frage. Bei Wettkampfsport sei Vorsicht geboten. Da Jugendliche aber ohne Wettkampf auf Dauer nicht für Sport interessiert werden könnten, müsse immer ein Lehrer oder Trainer anwesend sein, um bei beginnender Bronchokonstriktion, die zunächst oft selbst nicht wahrgenommen werde, eingreifen zu können, so Lecheler.
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{ 1 comment… read it below or add one }
Als Betroffener habe ich durch meine Lauf- und Biketraining eine erheblich Besserung meines Asthmas erfahren.
Problematisch ist stets die “hohe” Belastung, da ich auch unter Belastungsasthma leide. Hier muss man ein bisschen aufpassen um nicht zu überdrehen. Entsprechend skeptisch bin ich mit Intervallen bei sehr hoher Belastung. Wenn ich meine Drehzahl mal überschritten habe, ist es schwer wieder runter zu kommen. Da hilft meistens nur “Feierabend” machen und Ruhen.
Aber ich habe es in den Griff gekriegt. Ich mache halt langsam und dafür länger.
Ist, wie bei vielem im Leben, nicht unbedingt das schlechteste!
Schöner 1. Advent!