Ob Getreide oder Obst – Ballaststoffe tun gut
Eine neue, große europäische Studie verstärkt bisherige Hinweise, daß ballaststoffreiche Kost gegen kolorektalen Krebs schützt.
Bis zu 40 Prozent niedriger ist das Krebsrisiko, wenn man täglich 32 Gramm Fasern statt nur 13 Gramm ißt.
In die EPIC-Studie – EPIC steht für European Prospective Investigation INTO Cancer and Nutrition – sind von 1992 bis 1998 in zehn europäischen Ländern fast 520 000 Menschen aufgenommen worden. Deutschland war mit Zentren in Potsdam und Heidelberg beteiligt.
Bei allen Studienteilnehmern waren durch Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten bekannt. Abhängig vom Faser-Verzehr ergaben sich fünf gleich große Gruppen:
Ihr mittlerer täglicher Verzehr von Ballaststoffen lag zwischen 13 (Gruppe 1) und 32 Gramm (Gruppe 5). Bis 2002 wurden Daten erhoben. Zu diesem Zeitpunkt hatten 1065 Personen ein kolorektales Karzinom bekommen, berichten die Forscher um Dr. Elio Riboli vom Krebsforschungszentrum in Lyon (Lancet 361, 2003, 1496).
Ihre Daten-Analyse hat nicht nur ein um etwa 40 Prozent geringeres Risiko für ein kolorektales Karzinom bei hoher im Vergleich zu geringer Faser-Aufnahme ergeben. Sondern sie haben auch festgestellt, daß Männer ebenso wie Frauen von Ballaststoffen profitieren, daß der positive Effekt der Fasern sich vor allem auf die Häufigkeit von Kolonkrebs auswirkt und daß es unwichtig ist, ob Gemüse, Getreide oder Obst verzehrt wird.
Die fehlende Assoziation zwischen ballaststoffreicher Kost und Darmkrebs etwa in der prospektiven Nurses Health Study könnte mit dem relativ geringeren Verzehr von Fasern in dieser Studie zusammenhängen, so die Forscher.
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