Kleine Ernährungslehre
Wie jedes elektrische Gerät ohne Strom nicht funktioniert, so muß auch dem menschlichen Körper Energie zugeführt werden damit wir überhaupt leben können. Viel Energie wird schon allein dafür verwendet, die Grundfunktionen wie z.B. Herz, Atmung, Erhaltung der Körpertemeratur oder Verdauung aufrecht zu erhalten.
Der Mensch nimmt die benötigte Energie (oft aber auch mehr) in Form der drei Hauptnährstoffen auf:
- Eiweiß,
- Fett und
- Kohlenhydrate.
Etwa 60% dieser Energie werden in Wärmeenergie überführt.
Die restlichen 40% werden in mechanische (Bewegungsenergie),chemische und elektrische Energie umgewandelt.
Die Nährstoffe werden sozusagen “verbrannt” – man spricht deshalb auch vom Brennwert. Dieser Brennwert wird heute in kJ angegeben.
Wer noch in kcal rechnet: etwa 4,2 kJ entsprechen 1 kcal.
1 g Eiweiß hat einen Brennwert von 17 kJ
1 g Fett hat einen Brennwert von 39 kJ
1 g Kohlenhydrate haben einen Brennwert von 17 kJ
was viele vergessen: auch Alkohol ist ziemlich energiereich. 1 g Alkohol entsprechen 30 kJ.
Der Energiebedarf setzt sich zusammen aus dem Grundumsatz und einem Leistungsumsatz. Der Grundumsatz wird u.a. benötigt für die Muskel- und Nerventätigkeit, Wärmeregulation und Verdauungsarbeit.
Der Leistungsumsatz ist stark abhängig von der beruflichen Tätigkeit und der Freizeitgestaltung jedes Einzelnen.
Schwerarbeiter verbrauchen mehr Energie als Büromenschen, (Freizeit-)Sportler verbrennen mehr Nährstoffe als Menschen, die die Abende vor dem Fernseher verbringen.
Eiweiß oder besser Protein enthält im Gegensatz zu Fetten und Kohlenhydraten Stickstoff, der von großer Bedeutung für den Stoffwechsel der Menschen ist.
Sie bestehen aus Aminosäuren, die jeweils unterschiedliche Bedeutung für den Stoffwechsel haben. Aminosäuren aus tierischen Produkten wie Milch, Fleisch, Eier und Fisch können vom Menschen besser verwertet werden.
Aber auch pflanzliche Aminosäuren sind wichtig. Es ist deshalb gut ein ausgewogenes Verhältnis zwischen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln zu finden.
Menschen, die sich aus rein pflanzlicher Kost ernähren können aber durch geschickte Kombination verschiedener Produkte problemlos ihren Eiweißbedarf decken.
Eiweiße werden im Magen verdaut.
Durch die Magensäure werden die Eiweiße zuerst denaturiert. Anschließend werden die großen Eiweißmoleküle durch Enzyme (Pepsin) in kleinere Moleküle gespalten.
Im Dünndarm geschieht dann die zweite Hälfte der Eiweißverdauung. In mehreren Schritten kommt es zu einem vollständigen Abbau der Eiweißmoleküle in Aminosäuren und zu deren Resorption.
Fette setzen sich zusammen aus Glycerin und Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren enthalten so viele Wasserstoffatome wie chemisch möglich. Fette, denen 2, 4, 6 oder 8 Wasserstoffatome fehlen, nennt man ungesättigte Fettsäuren. Manche mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. Linolensäure und Linolsäure.
Man spricht deshalb von essentiellen oder lebensnotwendigen Fettsäuren. So verpönt Fett auch manchmal ist, es ist jedoch für den menschlichen Körper unverzichtbar:
Fette haben einen hohen Sättigungswert, denn sie werden im Körper nur sehr langsam abgebaut.
Fette stellen langfristige Energiereserven dar Fette haben wichtige Schutzfunktionen: Wärmeschutz, Schutz gegen Stöße und Druck (v.a. bei Nieren und Augen).
Fette sind Träger der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Diese Vitamine können ohne Fett nicht aufgenommen werden. Fette liefern dem Körper mehrfach ungesättigte, essentielle Fettsäuren, die u.a. für Zellmembranen und Gewebshormone wichtig sind. Die Fettverdauung geschieht hauptsächlich im Darm. Lipasen, das sind fettspaltende Enzyme, zerteilen die Fette in kleine Stücke, sodass sie leichter durch die Darmschleimhaut ins Blut bzw. in die Lymphbahnen gelangen können. Bei den Kohlenhydraten unterscheidet man zwischen Polysacchariden, z.B. Stärke, und Mono-/ Disacchariden, z.B. Zucker. Polysaccharide sind schwer löslich und werden deshalb langsamer vom Körper aufgenommen als Zucker. Traubenzucker z.B. geht sofort ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel blitzartig ansteigen. Fast genauso schnell fällt er jedoch und man braucht wieder neue Energie. Bei Polysacchariden steigt die energiesteigernde Wirkung langsamer, sie hält jedoch auch länger an.
Die Verdauung der Kohlenhydrate beginnt bereits im Mund. Mit Hilfe von Enzymen, den im Speichel vorkommenden Amylasen, werden große Stärke-Moleküle in kleinere Moleküle gespalten. Die restliche Verdauung geschieht im Dünndarm, wo Enzyme wie Amylase, Malase, Lactase und Saccharase die “Kleinarbeit” erledigen.
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{ 2 comments… read them below or add one }
Was Du so alles weißt!

Eigentlich ist es gar nicht so schwer. Man sollte sich gesund und ausgewogen ernähren.
Sagt einer der dauernd Probleme mit seinem Gewicht hat!
@Gerd: ja Gerd, genau das Problem habe ich auch immer wieder – Gewicht halten