Methoden zur Bestimmung des Körperfettgehaltes
Zur Bestimmung des Körperfettgehaltes werden hauptsächlich die Infrarot-Körperfettanalyse, die Bioelektrische Impedanz, die Dual Energy X-Ray Absorptiometry, die Hydrostatische Methode, die BOD POD und die Hautfalten-Methode angewendet. Diese Methoden sollen im Weiteren vorgestellt werden.
1. Infrarot – Körperfettanalyse
Diese Methode basiert auf dem Ausmaß der Reflektion von Infrarotlicht einer bestimmten Wellenlänge am Bizeps des dominaten Arms. Da dieses Licht verschieden stark von Muskelgewebe und Fettgewebe reflektiert wird, misst man dieses Echo mittels Sensoren. Unter Zuhilfenahme von Zusatzinformationen, wie Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Körpertyp und körperlicher Aktivität wird der Fettgehalt kalkuliert. Gegenüber einer einfachen , schnellen und bequemen Anwendung steht die Ungenauigkeit dieser Methode. Eine Studie von 1992 ergab, dass bei Personen mit über 30 % oder unter 8 % Körperfettanteil der Fettgehalt zu niedrig angezeigt wird.
2. Bioelektrische Impedanz-Analyse (BIA)
Da Muskelmasse eine bessere elektrische Leitfähigkeit als Fettmasse aufweist, kann man anhand des Ausmaßes der Stromstärke, welche den Körper passiert, die Körperzusammensetzung berechnen. Bei der Urmessmethode (inzwischen gibt es diverse Messmöglichkeiten und viele verschiedene Geräte) werden an den Extremitäten jeder Körperseite (Hand- und Fussgelenke) zwei Elektroden angebracht und ein Strom geringer Stärke durch den Körper geleitet. Diese Methode zeigt bei dünnen Athleten 2-5 % Fettgehalt zu viel an, bei dickleibigen Personen 2-5 % zu wenig.
3. DEXA (Dual Energy X-Ray Absorptiometry)
Eine sehr exakte Messmethode, welche nicht nur den Gesamtfettgehalt, sondern auch die Verteilung dessen anzeigt. Zwei Röntgenstrahlen tasten dabei den Körper ab und messen die Fettschicht. Das Gerät kann auch Muskel- und Knochenmasse erfassen. Diese Methode ist sehr genau, aber recht zeitaufwendig, je nach verwendetem Gerät dauert der Meßvorgang bis zu 20 Minuten.
4. Hydrostatische Methode
Da Knochen- und Muskelgewebe dichter ist als Fettgewebe, wird ein vorwiegend muskulöser und fettarmer Körper unter Wasser vergleichsweise mehr wiegen, ein Körper mit einem höheren Fettanteil vergleichsweise weniger. Der Test, bei dem Sie bis zu 30 Sekunden bei ausgeatmeter Luft samt Kopf untertauchen müssen (!) vergleicht Ihr Unterwassergewicht mit dem normalen Gewicht, worraus sich der Anteil des Körperfettes errechnen lässt. Diese Methode gilt als sehr zuverlässig mit einer Genauigkeitsrate von 98%.
5. BOD POD
Diese modernste Methode ist zugleich auch die zur Zeit exakteste. Dabei sitzen Sie bequem, aber möglichst bewegungslos in einer eiförmigen Kapsel. Währenddessen errechnet ein Computer die von Ihrem Körper verdrängte Umgebungsluft. Es funktioniert ähnlich, wie die Hydro Methode, benutzt aber statt Wasser Luft. Der Test dauert nur wenige Minuten und die Ergebnisse sind sehr exakt.
6. Hautfalten-Methode
Jahrzehntelang DIE Messmethode. Der Fettcaliper ist ein einfaches Instrument aus Plastik oder Metall mit zwei “Armen”. Die Dicke der mit den Fingern zusammengedrückten Hautschicht wird an drei bis sieben verschiedenen Körperstellen gemessen und anhand der Daten der Körperfettgehalt kalkuliert. Um stimmige Ergebnisse zu erreichen bedarf es einiger Übung und Erfahrung, da aufgrund von Messfehlern die Ergebnisse stark variieren können. Um Ihre Abnehm-Fortschritte zu Hause zu beobachten, eignet sich das Gerät allemal, vorrausgesetzt Sie messen mit gleicher Methode an exakt den gleichen Stellen.
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{ 2 comments… read them below or add one }
Ich nutze inzwischen seit einiger Zeit eine Analysewaage dafür – dass die Werte sehr genau sind, davon bin ich noch nie ausgegangen. Trotzdem scheint mir die Waage bei Beachtung möglichst gleicher Umstände (Zeitpunkt: 15 min nach dem Aufstehen) recht ordentliche Trends anzuzeigen. Zu mehr sollte das ohnehin nicht nötig sein. Was bringt einem die Zahl schließlich?
Joa, so ähnlich messe ich auch. Aber in den letzten Monaten nicht mehr soooo regelmäßig. Es verändert sich ja so wenig